Auf einer außerordentlichen Generalversammlung hat die WEG den Erwerb des PV-Freiflächenprojekts „Vor den Tannen“ in Richelsdorf beschlossen. Die Genossenschaft bleibt damit weiter auf Erfolgskurs und treibt konsequent die Energiewende voran – zum Nutzen ihrer Mitglieder.
Das PV-Vorhaben „Vor den Tannen“ wird derzeit von der Firma J&J Solar Solutions GmbH aus Rotenburg entwickelt. Die beiden Projektentwickler Jonathan Dippel aus Alheim und Janno Abhau aus Schwarzenhasel präsentierten das Vorhaben mit geplanten 3,6 MWp und Grünstromspeicher den WEG-Mitgliedern.
Im Anschluss wurden den Genossenschaftsmitgliedern die verschiedenen Optionen für den Betrieb der Anlage vorgestellt. Da das Projektvolumen mit fast 3 Mio. Euro deutlich über den bisherigen Einzelinvestitionen der WEG liegt, sollten die Mitglieder im Vorfeld umfassend informiert und ein Stimmungsbild eingeholt werden. Nach ausführlicher Diskussion und unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken wurde der Beschluss zur Umsetzung des Projekts noch in diesem Jahr mit großer Mehrheit gefasst. „Voraussetzung ist natürlich, dass die Rahmenbedingungen stimmen“, betont Martina Selzer vom Vorstand der WEG. Ein wirtschaftlicher Betrieb bei größtmöglicher Sicherheit sei nur möglich, wenn viele positive Faktoren zusammenkämen. Insbesondere die unmittelbare Netzanbindung mache das Projekt überhaupt erst möglich.
„Als Energiegenossenschaft können wir eine Möglichkeit des EEG nutzen, die den meisten anderen Investoren nicht offensteht“, erklärt WEG-Vorstand Bernd Holzhauer. „Nach §22b erhalten wir als Bürgerenergiegesellschaft eine höhere Vergütung aus dem EEG, wenn wir bestimmte Voraussetzungen erfüllen.“ Dazu gehörten eine bestimmte Mitgliederzahl und ein hoher Prozentsatz an Mitgliedern aus dem unmittelbaren Umkreis der Anlage.
Weitere Details sorgten dafür, dass die Mitglieder das Vorhaben ganz überwiegend positiv sahen. Insbesondere der Naturschutz und die Belange der Landwirtschaft sind nach Auffassung des WEG-Vorstands umfassend berücksichtigt. „Vom Verzicht auf Betonfundamente über die Ausführung der Zaunanlage bis hin zur Ausgleichsplanung entspricht das Vorhaben genau unseren Vorstellungen, wie eine umweltverträgliche Freiflächenplanung aussehen soll.“ Nach der Errichtung der Anlage ist die Begrünung mit regionalem Saatgut vorgesehen, die Fläche soll nach dem Entstehen einer geschlossenen Grasnarbe extensiv mit Schafen beweidet werden.
„Damit erfüllt die Planung auch alle Vorgaben der Gemeinde Wildeck, die ja bereits vor 3 Jahren einen Kriterienkatalog für Freiflächen-PV-Anlagen erstellt hat“, berichtet Martina Selzer. In Kürze wird die Bauleitplanung abgeschlossen sein und die Gemeindevertretung kann einen endgültigen Beschluss fassen, mit dem dann gebaut werden darf.
Interessierte Personen aus einem Umkreis von 50 Kilometern um Wildeck können sich schon ab einem Geschäftsanteil von 250,00 Euro an den Anlagen der WEG und nach der Realisierung der Anlage in Richelsdorf auch an dieser beteiligen. Näheres siehe weg-wildeck.de/mitglied-werden/.
